Einigung auf ein Lieferkettengesetz

Das Lieferkettengesetz lässt Naturzerstörung und die Schädigung des Klimas etwa durch Entwaldung vollkommen außer Acht. Deutsche Unternehmen, die Umweltzerstörung durch Importe von Palmöl oder Sojafutter in ihren Lieferketten dulden, haben nichts zu befürchten. Umweltsorgfaltspflichten und Haftungsregelungen hat Wirtschaftsminister Altmaier erfolgreich verhindert. Zudem soll das Gesetz nur für sehr große Unternehmen gelten (ab 3000). Futtermittelproduzierende, die große Mengen Soja aus Gebieten mit großem Entwaldungsrisiko beziehen fallen durchs Raster. Auch Großschlachtbetriebe oder Großimportierende von Rindfleisch müssen sich weiter nicht um Naturzerstörungen in ihren Lieferketten kümmern. Das deutsche Lieferkettengesetz ist eine bittere Enttäuschung. Trotz Lieferkettengesetz haben wir nichts in der Hand, die importierte Entwaldung und die Zerstörung der Regenwälder zu stoppen. Umso wichtiger ist es, mit aller Kraft gegen die Ratifizierung des Mercosur-Abkommens zu kämpfen.

Hep Monatzeder