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Raum für attraktive Plätze!

Bürgerinnen und Bürger sehen den öffentlichen Raum nicht mehr nur als nutzlose Fläche zwischen „nützlichen“ Gebäuden an, die lediglich als Verkehrs- und Abstellfläche für Kraftfahrzeuge dient, sondern beanspruchen ihn zusehends auch wieder als Lebensraum. Wieviel mit Bürgerengagement bewirkt werden kann, hat die Bürgerinitiative am Hans-Mielich-Platz gezeigt. Diese Bürgerinitiative hat ein Motto vorgegeben, mit dem ich gerne auch alle künftigen derartigen Maßnahmen überschreiben möchte: "Mehr Platz zum Leben!“ Dieses Motto wollen wir nicht nur in Giesing, sondern an möglichst vielen weiteren Orten in München umsetzen.

Plätze sind Orientierungspunkte in jeder Stadt. Im Gegensatz zu Straßen sind sie Ziele und Aufenthaltsflächen. Abwechslungsreiche Plätze bieten den MünchnerInnen Freiflächen, auf denen sie verweilen können, um das Stadtbild und angelegtes Grün zu genießen. Insbesondere für AnwohnerInnen und Passanten und ganz besonders für ältere Menschen, Kinder und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen bedeuten kleinere und größere vom Autoverkehr befreite Plätze ein sicheres Wohnumfeld und mehr Lebensqualität in der unmittelbaren Umgebung. Allerdings haben sich zahlreiche Plätze im Laufe der Jahrzehnte zu reinen Verkehrsdrehscheiben entwickelt, wie beispielsweise der Harras oder der Sendlinger-Tor-Platz. Eine Aufenthaltsqualität ist hier nicht mehr gegeben.

Fakt ist: Obwohl alle MünchnerInnen immer auch als FußgängerInnen unterwegs sind, werden die Bedeutung des Fußgängerverkehrs und die damit in Zusammenhang stehenden Planungen nach wie vor unterschätzt. Deshalb habe ich schon kurz nach meinem Amtsantritt den Ausbau und die Gestaltung der Münchner Plätze zu einem Schwerpunkt meiner Politik erklärt.

Einige wichtige Plätze wie z.B. der Wiener Platz, Gärtnerplatz, der Sankt-Jakobs-Platz, der Hans-Mielich-Platz und der Harras sind heute bereits umgebaut und aufgewertet. Weitere Plätze werden folgen. In vielen weiteren Fällen laufen schon die Planungen zur Umgestaltung.

Auch die Innenstadtquerung für Radfahrer über die Diener- und Residenzstraße soll verbessert werden, um für Radfahrer und Fußgänger den eng begrenzten öffentlichen Raum bestmöglich nutzbar zu machen.