Die Isar: Sauber, renaturiert, mitreißend

Hep Monatzeder: "Mit den südlichen und den nördlichen Isargemeinden standen vor einigen Jahren alle betroffenen Kommunen in den Startlöchern um die Sauberkeit der Isar zu erhöhen. Aber nicht nur die Sauberkeit, sondern auch die Mindestwasserführung und die Renaturierung der Isar waren mir von Anfang wichtige Anliegen, die im sog. „Isarplan“ ihren Niederschlag gefunden haben. Heute präsentiert sich die Isar im Stadtgebiet München sauberer, in einem renaturierten Bett und mit mehr Wasser. Was für alle Beteiligten vor einigen Jahren noch Zukunftsmusik war, ist heute erfreuliche Realität. Und von den Münchner BürgerInnen wird die „neue“ Isar begeistert angenommen.“
Nach zwei "Runden Tischen" bei Hep Monatzeder war der Durchbruch geschafft: Alle Isargemeinden von Bad Tölz bis Moosburg zogen beim Thema „Saubere Isar“ gemeinsam an einem Strang.
Dieses Thema nervte die MünchnerInnen Sommer für Sommer: Zehntausende Erholungssuchende bevölkern an warmen Sommertagen den Flaucher und andere Isarstrände, um die schöne Flußlandschaft zu genießen und sich im Wasser zu erfrischen. Davon aber musste die Stadt immer wieder dringend abraten. Denn obwohl sie sauber aussieht, war die Isar bakteriell belastet. Die Verunreinigungen stammten hauptsächlich aus den Einleitungen der Kläranlagen von Gemeinden südlich Münchens. Dieser Zustand musste aber nicht sein. Denn mittlerweile standen geeignete technische Maßnahmen zur Verringerung der Bakterienbelastung zur Verfügung, indem die Abwässer aus den Kläranlagen vor der Einleitung in die Isar mit ultraviolettem Licht bestrahlt werden.
Um die Wasserqualität der Isar südlich und nördlich von München, nämlich von Bad Tölz bis Moosburg, endlich entscheidend zu verbessern, lud Hep Monatzeder die Isargemeinden ins Münchner Rathaus zum Runden Tisch.
Auf dem ersten von Hep Monatzeder initiiertenTreffen im Dezember 1998 wurde bereits ein gemeinsames Vorgehen aller südlich von München gelegenen Isargemeinden beschlossen. Bad Tölz machte mit der Nachrüstung seiner Kläranlage schon im Herbst 2000 den Anfang. Auch der Stadtrat der Landeshauptstadt München hatte entsprechende Vorplanungen in die Wege geleitet. Eine Reinigung der Münchner Abwässer würde jedoch nur dann Sinn machen, wenn auch die nördlich von München gelegenen Gemeinden mitziehen. Die Landeshauptstadt München machte deshalb die Realisierung eigener Maßnahmen vom Handeln der Nachbargemeinden abhängig.
Desinfektionsanlagen in allen Gemeinden
Um nach den südlichen nun auch die nördlichen Isaranlieger mit ins Boot zu holen, lud Hep Monatzeder seine Kolleginnen und Kollegen erneut ins Münchner Rathaus. Und konnte anschließend verkünden: "Der Durchbruch ist erzielt!" Denn bei diesem Treffen hatten die BürgermeisterInnen aller größeren an der Isar gelegenen Gemeinden zwischen Bad Tölz und Moosburg beschlossen, eine baldige Nachrüstung der kommunalen Klärwerke mit Desinfektionsanlagen in Angriff zu nehmen.
Damit stand ein in Deutschland, ja sogar in Europa einzigartiges Projekt unmittelbar vor dem Durchbruch: die Wasserqualität eines bislang verunreinigten Flusses sollte so weit verbessert werden, dass Baden in der Isar für die BürgerInnen wieder ohne gesundheitliche Gefährdungen möglich würde.
Hep Monatzeder: „Die in den kommunalen Kläranlagen zwischen Bad Tölz und Moosburg installierten Desinfektionsanlagen leisten heute einen wertvollen und unverzichtbaren Beitrag zur Verbesserung der hygienischen Wasserqualität der Isar.“




