Die Würm soll bis 2005 wieder Badegewässer werden!
Die Wasserqualität der Würm entspricht nicht den für Badegewässer angeführten Qualitätsanforderungen. Der Gehalt an gesamt- und fäkalcoliformen Bakterien, bedingt vor allem durch Kläranlagen, ist so hoch, dass noch immer Sommer für Sommer vom Baden in der Würm abgeraten werden muss. Der Münchner Stadtrat hatte deshalb bereits im Januar dieses Jahres Bürgermeister Hep Monatzeder beauftragt, sich für die Verbesserung der Wasserqualität der Würm einzusetzen.
Monatzeder schlug für das Projekt "Saubere Würm" die gleiche Vorgehensweise vor wie beim Projekt Saubere Isar bereits erfolgreich praktiziert. Hier hatten sich die Anlieger-Gemeinden bei einem Runden Tisch bei Bürgermeister Hep Monatzeder zu einer Ertüchtigung ihrer Kläranlagen bereit erklärt. In Sachen Saubere Würm hat sich nun auf Anregung Monatzeders das Bayerische Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen des Themas angenommen und die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden von Starnberg, Krailling, Gräfelfing, Gauting, Planegg sowie die Landeshauptstadt München zu einem ersten Gespräch eingeladen. Als gemeinsames Ziel wurde bei diesem ersten Runden Tisch jüngst vereinbart, dass die Würm bis zur Bundesgartenschau 2005 wieder ein Badegewässer werden soll. Neben einer Nachrüstung der Kläranlage in Starnberg mit einer UV-Desinfektionsanlage sind dafür eine Reihe zusätzlicher Maßnahmen nötig, um die punktuellen und diffusen Belastungen der Würm zu verringern: z. B. die Sanierung von Einleitungen aus Straßen- und Hofflächen, Fütterungsverbote für Wasservögel etc.
Hep Monatzeder: "Die Landeshauptstadt München wird jetzt alles daran setzen, in ihrem Hoheitsbereich alle erforderlichen Maßnahmen zeitgerecht umzusetzen, um das ehrgeizige, aber realistische Ziel bis zur Bundesgartenschau zu erreichen". Nicht nur mit der Badewasserqualität, auch mit der Renaturierung der Würm soll es weiter vorangehen. Der Münchner Stadtrat hat deshalb im Juni dieses Jahres ein Gesamtkonzept zur Aufwertung der Würm und des Würmgrünzuges beschlossen. In diesem Rahmen sollen vor allem in verbauten Ufer-Regionen Renaturierungsmaßnahmen durchgeführt werden, die der Würm wieder mehr freien Lauf lassen. Bürgermeister Monatzeder: "Die Würm mit ihrem Grünzug soll langfristig als Lebensraum für Tiere und Pflanzen, aber auch als Erholungsraum für die Münchnerinnen und Münchner massiv aufgewertet werden."




