19.05.2004

Bald Badewasser-Qualität in der Isar


Bürgermeister Hep Monatzeder, Joachim Eichinger (Stadtentwässerung München) bei der Grundsteinlegung der Desinfektionsanlage. Die Isar ist dargestellt von der Schauspielerin Sieglinde Zörner

Bürgermeister Monatzeder legt Grundstein für Klärwerk am Gut Marienhof


Im nächsten Sommer (2005) soll das Baden in der Isar, von der Quelle bis nach Moosburg, vollkommen unbedenklich sein. Dann nämlich wird die Abwasser-Desinfektionsanlage am Klärwerk "Gut Marienhof" im Echinger Ortsteil Dietersheim in Betrieb gehen. Bürgermeister Hep Monatzeder legte den Grundstein für diese Anlage.

Hep Monatzeder: "Ich freue mich, dass das Ziel "Badewasserqualität in der Isar" mit dem offiziellen Baubeginn der Abwasserdesinfektion am Münchner Klärwerk Gut Marienhof wieder einen entscheidenden Schritt vorankommt. Bereits 1998 hatte ich die Bürgermeister aller betroffenen Gemeinden am Isaroberlauf zu einem ersten "Runden Tisch" nach München eingeladen. Ziel war es, in der Isar wieder Badewasserqualität herzustellen. Dazu musste die Keimbelastung der Kläranlagen durch den Einbau von Abwasserdesinfektionsanlagen reduziert werden.

Bereits heute sind die Erfolge der Bemühungen um sauberes Isarwasser sichtbar: Die Abwasserdesinfektionsanlage der Kläranlage Bad Tölz ging im September 2000 in Betrieb. Der Abwasserzweckverband Isar-Loisachgruppe mit dem größten Klärwerk an der oberen Isar in Wolfratshausen betreibt eine Desinfektionsanlage bereits seit Juni 2003 mit bestem Erfolg. Auch die Gemeinde Lenggries hat sich für den Bau einer Abwasserdesinfektion entschieden und diese zeitgleich mit der Wolfratshausener Anlage in Betrieb genommen. Das Gleiche gilt auch für die Verwaltungsgemeinschaft Benediktbeuern/Bichl, die Gemeinde Schäftlarn und den Abwasserzweckverband Penzberg – alle Anlagen starteten ihren Betrieb im Sommer 2003.

Die bakteriologisch-hygienischen Untersuchungen in der Isar während der vergangenen Badesaisons zeigten, dass sich die Auswirkungen der Abwasserdesinfektion des Klärwerkes Bad Tölz sehr positiv in der Isar feststellen lassen. In der Vergangenheit war die bakteriologisch-hygienische Qualität der Isar nach der Einleitung des Klärwerks Bad Tölz deutlich schlechter als vor der Einleitung. Bei störungsfreiem Betrieb der Klär- und Desinfektionsanlage wird die Qualität der Isar durch die Einleitung nun nicht mehr verschlechtert. Diese Verbesserungen sind bis nach Wolfratshausen und zum Teil bis zur Stadtgrenze München nachweisbar. In dem südlichen Isarlauf von Lenggries bis in den Norden von München sind damit alle Klärwerke mit Abwasserdesinfektionsanlagen bestückt.

Am 11. Mai 1999 beschloss auch der Münchner Stadtrat, eine Abwasserdesinfektionsanlage für das Klärwerk Gut Marienhof zu planen. Die Realisierung dieser Maßnahme wurde davon abhängig gemacht, inwieweit die anderen Isargemeinden ebenfalls Maßnahmen zur Herstellung der Badewasserqualität ergreifen.

Dazu hatte ich im September 2000 einen zweiten "Runden Tisch" mit den nördlichen Isargemeinden einberufen. Seit meiner Einladung sind nun einige Jahre vergangen und ich freue mich sehr über unsere gemeinsamen Erfolge. Die Desinfektionsanlagen sind nun fast alle realisiert und vor allem, sie sind wirksam!

München ist auf dem besten Weg, wieder eine naturnahe Flusslandschaft mit sauberem Wasser zu bekommen, die den ökologischen, wasserwirtschaftlichen, aber auch den Erholungsansprüchen der Münchnerinnen und Münchner gleichermaßen gerecht wird."