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Münchner Radlnetz: Eine runde Sache

Attraktive Radwegrouten in München schaffen - dies ist einer der Schwerpunkte des verkehrspolitischen Programms von Hep Monatzeder. Der Fahrradverkehr in München soll weiter steigen, von heute 10% auf 15% des Gesamtverkehrs-aufkommens

Nach einer intensiven Ausbauphase in den letzten zehn Jahren umfasst das Münchner Radverkehrsnetz heute stolze 1.200 km. Für die nächsten Jahre ist ein weiterer Ausbau auf dann insgesamt 1.400 km vorgesehen. Das Münchner „Radlnetz" unterteilt sich in ein Hauptnetz und ein Verteilernetz. Das Hauptnetz besteht aus übergeordneten Hauptverbindungen, z.B. Marienplatz - Pasing oder Marienplatz – Feldmoching., sogenannten „Radial-Routen“. Derzeit sind 13 von insgesamt 16 geplanten Radial-Routen fertiggestellt und beschildert. Die Gesamtlänge der schon beschilderten Radialrouten beträgt beachtliche 112 km. Hinzu kommt eine zusätzliche beschilderte Route vom Marienplatz zur Allianz-Arena, mit weiteren 11 km Länge. Das Hauptnetz soll ein zügiges, attraktives und sicheres Radfahren über längere Strecken, abseits von verkehrsreichen Straßen ermöglichen. Das nachgeordnete und ergänzende Verteilernetz dient der Erschließung von Einzelzielen wie beispielsweise Schulen, Behörden, Einkaufszentren und Naherholungsgebieten. Die im Stadtgebiet großflächig ausgewiesenen Tempo-30 Zonen kommen - unabhängig von der routenorientierten Radnetzplanung - insbesondere dem nahräumlichen Radverkehr in der Fläche zu Gute.

Mein Ziel ist es, den Radverkehrsanteil am Gesamtverkehr von derzeit 10 Prozent bis zum Jahr 2015 auf 15 Prozent zu erhöhen. Dies will ich vor allem durch die Schaffung einer attraktiven Infrastruktur für die Münchner RadlerInnen erreichen. Mittelfristige Ziele sind die Fertigstellung des Inneren und des Äußereren Radlrings, Ausbau und Beschilderung der letzten drei  Radialrouten, eine flächendeckende neue Wegweisung, die Einrichtung attraktiver Fahrradstellplätze in Stadtteilzentren sowie eine weitere Verdichtung des Radverkehrsnetzes auf der Grundlage des Realisierungsnetzes Radfahrverbindungen aus dem Jahr 2005.

Wesentliche Maßnahmen wurden schon zur Velo-city 2007 in Angriff genommen und verwirklicht. Hierzu gehört die Öffnung zusätzlicher Einbahnstraßen für den gegenläufigen Radverkehr, die Einrichtung weiterer Fahrradstraßen, die Umsetzung wichtiger Infrastrukturmaßnahmen sowie eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit.

Einbahnstraßen? Im Gegenteil!
Etwa 100 Einbahnstraßen waren in München bereits vor der Konferenz für den gegenläufigen Radverkehr geöffnet. Dadurch ersparen sich RadlerInnen oft lästige Umwege. Durch die Öffnung von Einbahnstraßen kann auch ohne großen Aufwand so manche Lücke im Radnetz geschlossen werden. Ich setze mich seit langem dafür ein, dass von dieser Möglichkeit in München verstärkt Gebrauch gemacht wird. Die Zahl der für RadlerInnen geöffneten Einbahnstraßen wird sich in München auch weiterhin noch kräftig erhöhen. Allein zur Velo-city 2007 konnten etwa 40 zusätzliche Einbahnstraßen für den Radverkehr in Gegenrichtung geöffnet werden, so dass heute knapp 150 Einbahnstraßen für die RadlerInnen auch in Gegenrichtung befahrbar sind.