12.06.2008

Ein Jahr nach der Velo-city 2007

Hep Monatzeder informiert zur Münchner Radverkehrspolitik


Immer mehr Menschen steigen in München auf das gesündeste, klima- und umweltfreundlichste Fortbewegungsmittel um: auf das Fahrrad. Das belegen auch die Verkehrszählungen der letzten Jahre des städtischen Referats für Stadtplanung und Bauordnung. Diesen erfreulichen Trend werde ich auch in meiner neuen Amtszeit nach Kräften unterstützen: Die Infrastruktur für´s Radfahren wird in München deshalb weiter zügig ausgebaut. Und nicht nur das: Mit einer groß angelegten Öffent-lichkeitskampagne wollen wir in den nächsten Jahren das Radfahren in München noch populärer machen.

Einen entscheidenden Impuls hierzu hat schon die internationale Radverkehrskonferenz „Velo-city 2007“ gegeben. Die national wie international gleichermaßen beachtete und gelobte Rekord-Fahrrad-Konferenz liegt heute – auf den Tag genau – ein Jahr zurück. Eine gute Gelegenheit also, um kurz zurückzublicken und dabei ein besonderes Augenmerk auf die Fortschritte und Ergebnisse der Radverkehrsförderung in München seit Velo-city 2007 zu richten.

Die bayerische Landeshauptstadt kann heute über viele Jahre hinweg auf eine konsequente und überaus erfolgreiche Radverkehrspolitik verweisen. Gerade in den letzten Jahren haben wir in München für den Radverkehr vieles erreicht und dabei schrittweise zahlreiche kleinere und größere Verbesserungen geschaffen. Die Bandbreite reicht vom zügigen Ausbau der Radverkehrs-Infrastruktur über Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit bis hin zu einer verstärkten Öffentlichkeitsarbeit.

Trotzdem gibt es für die Radlerinnen und Radler noch einiges zu verbessern. Ich denke hier insbesondere an heikle, aber für den Radverkehr wichtige Lückenschlüsse in der Infrastruktur, die meist in Konkurrenz zu anderen Nutzungen – wie z.B. dem Autoverkehr – stehen.

Aber auch die weitere Öffnung von Einbahnstraßen für den gegenläufigen Radverkehr, die Auswei-sung neuer Fahrradstraßen, die Einrichtung attraktiver Fahrrad-Stellplätze – vor allem in Stadtteil-zentren – und die Neu-Beschilderung weiterer Fahrrad-Hauptrouten, sollen unvermindert fortgesetzt werden. Eine Aufstellung der im letzten Jahr durchgeführten und für die kommenden Jahre geplan-ten Maßnahmen habe ich Ihrer Pressemappe beigefügt.

Auch wenn München heute mit einem Radverkehrsanteil von etwa zehn Prozent im Vergleich mit anderen deutschen und europäischen Großstädten schon einen der vorderen Plätze einnimmt, können wir von unseren europäischen Nachbarn – insbesondere den skandinavischen und den Benelux-Ländern – noch manches lernen. Mein Ziel ist es, bis zum Jahr 2015 den Radverkehrsanteil in München um weitere fünfzig Prozent zu erhöhen, denn das ökologische wie auch das ökonomische Potenzial des Radverkehrs sind bei Weitem noch nicht ausgeschöpft.

In Zeiten, in denen zahlreichen Innenstädten der Verkehrskollaps droht, in denen der Klimawandel nicht mehr nur eine abstrakte Bedrohung darstellt und in denen die Energiepreise unabsehbar zu steigen drohen, rückt das Fahrrad – als nach wie vor weit unterschätztes Verkehrsmittel – immer stärker in den Vordergrund. Gerade im Stadtverkehr – bei Entfernungen bis zu etwa sechs Kilometern – ist das Fahrrad im Vergleich zu allen anderen Verkehrsarten unschlagbar: Und zwar unschlagbar billig in Anschaffung und Unterhalt, unschlagbar sparsam im Platzbedarf und un-schlagbar frei von jeglichen Lärm- und Abgasemissionen.

Von den insgesamt 1.400 km Radfahrverbindungen in München, die der Stadtrat im Jahr 2002 mit dem Verkehrsentwicklungsplan Radverkehr (VEP-R) und im Jahr 2005 mit dem daraus abgeleiteten „Realisierungsnetz Radfahrverbindungen“ beschlossen hat, sind heute bereits rund 1.200 km vorhanden bzw. ausgebaut. Dies entspricht einem Umsetzungsgrad von beachtlichen 86 Prozent.

In den kommenden Jahren wird das Radverkehrsnetz dann schrittweise vervollständigt. Dabei verfolgen wir den Gesamtansatz der „Förderung des Radverkehrs als System“. Das Fundament dieses Ansatzes – um in einem Bild zu sprechen – beruht auf einer modernen Stadt- und Verkehrsplanung in Kombination mit einem innovativen Mobiltätsmanagement, wie es München zweifellos vorweisen kann. Darauf setzen dann die vier tragenden Säulen „Infrastruktur“, „Service“, „Information“ und „Kommunikation“ auf. Das gesetzte Ziel einer Steigerung des Radverkehrsanteils am „modal split“ von derzeit 10 auf 15 Prozent bis zum Jahr 2015 bildet schließlich den Abschluss des virtuellen Gebäudes. Dieser Förderansatz bezieht unter dem Stichwort „Intermodalität“ auch die Verknüpfung des Radverkehrs mit den übrigen Verkehrsarten – insbesondere mit dem ÖPNV – mit ein.

Anhand der eben erwähnten vier Säulen möchte ich Ihnen jetzt einen kurzen Überblick geben, welche Fortschritte und Ergebnisse wir im Bereich der Radverkehrsförderung in München seit Velo-city 2007 erzielen konnten, und welche Ziele wir für die kommenden Jahre verfolgen.

1. Infrastruktur

1.1. Tempo-30-Zonen

Gerade im unmittelbaren Nahbereich, also in der Nachbarschaft und im eigenen Stadtviertel, ent-decken immer mehr Menschen die Vorteile des zu Fuß gehens und des Fahrradfahrens. Insbeson-dere diesem „nahräumlichen Radverkehr“ kommen die großflächig ausgewiesenen Tempo-30-Zonen in unserem Stadtgebiet zu Gute. Seit Errichtung der ersten Tempo-30-Zone im Jahr 1988 sind in München bis heute etwa 330 verkehrsberuhigte Tempo-30-Zonen entstanden. Sie decken etwa 80 bis 85 Prozent des knapp 2.300 km umfassenden Münchner Straßennetzes ab und führen zu einer deutlichen „Entschleunigung“ des Straßenverkehrs. Eine Entwicklung, die sich übrigens weltweit unter dem übergreifenden Stichwort „Slow City“ immer stärker durchsetzt. Oberste Zielsetzung ist dabei natürlich eine deutliche Erhöhung der Lebensqualität im unmittelbaren Nahbereich.

1.2. Fahrradstraßen

Dort wo es sich aus verkehrlichen Gründen anbietet, werden einzelne Straßen oder Straßenab-schnitte vom zuständigen Kreisverwaltungsreferat auch komplett als Fahrradstraßen ausgewiesen. Auf diesen hat der Radverkehr dann Vorrang vor dem Motorisierten Individualverkehr (MIV). Im Regelfall sind dies Verkehrsflächen, die bereits vor der Ausweisung stark vom Radverkehr frequen-tiert wurden. Seit Velo-city 2007 hat die Anzahl an Fahrradstraßen steil zugenommen. Derzeit gibt es in München 16 Fahrradstraßen, drei weitere Fahrradstraßen sind konkret in Planung.

1.3. Öffnung von Einbahnstraßen für den gegenläufigen Radverkehr

Eine weitere Maßnahme zur effizienten Führung des Radverkehrs - vor allem innerhalb einzelner Stadtviertel - ist die Öffnung von Einbahnstraßen für den Radverkehr in Gegenrichtung. Bis Ende 2007 hat das Kreisverwaltungsreferat insgesamt 134 Einbahnstraßen für den gegenläufigen Rad-verkehr freigegeben. Derzeit laufen die Vorbereitungen für die Öffnung weiterer 23 Einbahnstraßen in verschiedenen Stadtvierteln. Darüber hinaus ist geplant, nach den entsprechenden Prüfungen und Abstimmungen, noch im Jahr 2008 mit der Öffnung sämtlicher Einbahnstraßen in Tempo-30-Zonen für den Radverkehr in Gegenrichtung zu beginnen. Aktuell laufen die Vorprüfungen für die Öffnung von 17 Einbahnstraßen für den gegenläufigen Radverkehr in Schwabing, zur verbesserten Durchlässigkeit vom und zum Englischen Garten.

1.4. Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit

Ein ganz wesentliches Ziel unserer Maßnahmen ist zudem die Verbesserung der Verkehrssicherheit für die Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer.

  • Durch bauliche und markierungstechnische Maßnahmen an mehreren sensiblen Knotenpunkten und Kreuzungsbereichen konnte hier die Sicherheit nicht nur für die Radlerinnen und Radler sondern für alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer verbessert werden.
  • Eine weitere Erhöhung der Verkehrssicherheit bringt auch der in diesem Frühjahr abgeschlos-sene Austausch von Streuscheiben an Lichtsignalanlagen mit sich. Insgesamt hat das zuständi-ge Baureferat an über 350 Lichtsignalanlagen die reinen „Fußgänger-Streuscheiben“ gegen sog. „Kombi-Streuscheiben“ ausgetauscht. Bei der Neuaufstelllung wird der Einsatz von Kombischei-ben in jedem Einzelfall geprüft.
  • Auch entlang bestehender Fahrrad-Routen wird die Verkehrssicherheit mittels unterschiedlicher Maßnahmen verbessert. Beispielhaft verweise ich hier auf die sog. „Nord-Süd-Querung der Altstadt für den Radverkehr“ – also die Verkehrsachse vom Odeonsplatz über Max-Joseph- und Marienplatz bis zum Oberanger – auf der schon im letzten Jahr verschiedene Einzelmaßnahmen umgesetzt wurden (bspw. „Entrümpelung“, neue Fahrbahn-Markierungen, einheitliche und deutliche Beschilderung). Aktuell bereitet das zuständige Referat für Stadtplanung und Bauordnung – ausgehend von mehreren Stadtratsanträgen aus dem Jahr 2007 – noch für 2008 einen Stadtratsbeschluss zur Neugestaltung der Nord-Süd-Querung vor.

2. Service

2.1. Wegweisung für den Radverkehr

Im wahrsten Sinne des Wortes deutliche Zeichen setzen wir für die Radlerinnen und Radler in München auch mit dem neuen Wegweisungssystem - und bringen den Radverkehr so ein Stück mehr auf Augenhöhe mit dem Motorisierten Individualverkehr. Das neue Wegweisungssystem bedient sowohl die Bedürfnisse des Alltags- als auch des Freizeitverkehrs und leistet einen positiven Beitrag zur Lenkung, Regelung und Sicherung des Radverkehrs. Vor allem die Münchnerinnen und Münchner wollen wir mit der neuen Beschilderung bewegen, für Fahrten zur Arbeit, zur Ausbildung, zum Einkauf und zur Freizeitgestaltung vermehrt das Fahrrad zu nutzen. Letzteres richtet sich natürlich auch an die immer zahlreicheren Gäste Münchens. Die bestehenden zwei Wegweisungs-systeme werden schrittweise durch die neue Beschilderung ersetzt. Die ersten drei Referenzrouten waren ja schon zur Velo-city 2007 neu ausgeschildert. Mittlerweile sind acht weitere Fahrrad-Routen hinzugekommen. Bis Ende 2008 sollen dann nochmals fünf Routen neu ausgeschildert werden.

Die Gesamtmaßnahme wird voraussichtlich im Jahr 2010 abgeschlossen sein.

2.2. Fahrrad-Abstellplätze

Neben einer leistungsfähigen Infrastruktur legen die Radlerinnen und Radler zu Recht auch Wert auf attraktiv gelegene und ansprechend gestaltete Abstellmöglichkeiten. Aktuell gibt es im Stadtge-biet – einschließlich der S-Bahnhöfe – etwa 25.000 städtische Radlständer. Diese Zahl wollen wir in den nächsten Jahren noch weiter erhöhen. Dabei denken wir vor allem an die Stadtteilzentren, als Mittelpunkte des urbanen Lebens. Gerade hier sind komfortable und sichere Abstellmöglichkeiten von großer Bedeutung. In diese Richtung zielt auch das vom Stadtrat bereits verabschiedete Fahr-rad-Stellplatzkonzept. Das Baureferat hat aus einer Auswahl möglicher Standorte jetzt die ersten zwanzig Standorte mit einer Kapazität von etwa 725 neuen Fahrrad-Stellplätzen auf die technische Umsetzbarkeit hin untersucht. Nach Einbindung der betroffenen Bezirksausschüsse ist hierzu eine Beschlussfassung durch den Stadtrat noch für dieses Jahr vorgesehen. Mit Zustimmung des Stadt-rats soll dann ab 2009 schrittweise mit der Errichtung zusätzlicher Fahrrad-Abstellplätze begonnen werden.

2.3. Radlstadtplan 2009

Selbstverständlich sollen sich die Münchnerinnen und Münchner und die Gäste Münchens für Ihre Radltouren auch ein genaues Bild unserer Radverkehrs-Infrastruktur machen können. Hierzu gibt es – als schon seit vielen Jahren bewährtes und begehrtes Medium unserer Öffentlichkeitsarbeit – den „Münchner Radlstadtplan“. Zur Velo-city 2007 ist er vom zuständigen Referat für Gesundheit und Umwelt bereits in der 7. Auflage und in einer Stückzahl von immerhin 50.000 Exemplaren neu aufgelegt worden – und war schon nach kürzester Zeit vergriffen. Im nächsten Jahr soll der Radlstadtplan deshalb in einer noch größeren, überarbeiteten Auflage erscheinen. Durch einen leicht veränderten Kartenumgriff – das ist die abgebildete Fläche des Stadtgebietes – und eine andere Faltungsweise sollen in der Neuauflage auch die attraktiven Stadtrandgebiete besser zur Geltung kommen.

2.4. Mobilitätsportal

In einer Gesellschaft, in der sich Information und Kommunikation maßgeblich auch über die elektro-nischen Medien abspielen, darf ein entsprechender Internet-Auftritt natürlich nicht fehlen. Schon seit längerer Zeit bietet die Landeshauptstadt München mit ihrem „Mobilitätsportal“ unter www.muenchen.de/mobil eine ebenso attraktive wie umfassende Informationsmöglichkeit zu den verschiedensten Mobilitäts-Themen an. Dazu gehören auch vielfältige Informationen zum Thema „Fahrradfahren in München“ – wie beispielsweise ein elektronischer Fahrrad-Routenplaner. In den nächsten zwei Jahren werden die im Mobilitätsportal angebotenen Dienste durch das Kreisverwal-tungsreferat noch weiter ausgebaut und verbessert. Konkret geplant sind z.B. eine Evaluation des elektronischen Fahrrad-Routingdienstes und eine ständige Verbesserung der empfohlenen Routenführung.

3. Information und Öffentlichkeitsarbeit

3.1. Radlkalender 2008

Auch der „Radlkalender für München und Umgebung“, der anlässlich der Velo-city 2007 erstmals herausgegeben wurde, ist ein voller Erfolg. Die ersten 20.000 Exemplare der für die Radlsaison 2008 komplett überarbeiteten Neuauflage waren schon nach wenigen Wochen vergriffen. Jetzt hat das Kreisverwaltungsreferat kurzfristig 10.000 Stück nachdrucken lassen. Von der geführten Famili-en-Radltour über sportlich oder historisch spannende Touren bis hin zu Kursen und überregional bedeutsamen Radsport-Veranstaltungen fasst der Radlkalender 2008 alle wichtigen Radltermine auf einen Blick zusammen. Zusätzlich werden zahlreiche Tipps für ein verkehrssicheres Fahrrad und für eine sichere Fahrweise im Straßenverkehr gegeben. Künftig soll der Radlkalender jährlich neu erscheinen und ein fester Bestandteil der Öffentlichkeitsarbeit werden.

3.2. Fahrrad-Marketing-Kampagne

Ein neuer Schwerpunkt der städtischen Radverkehrspolitik wird – neben der weiteren konsequenten Verbesserung der Radverkehrs-Infrastruktur – ein verstärktes Marketing für den Radverkehr sein. Eine positive Beschlussfassung des Stadtrats für 2008 vorausgesetzt, soll schon im nächsten Jahr mit einer zeitlich und inhaltlich breit angelegten Fahrrad-Marketing-Kampagne gestartet werden. Diese wird alle potentiellen Zielgruppen für das Fahrradfahren ansprechen und soll – ähnlich wie es uns die Automobilindustrie schon seit Jahrzehnten erfolgreich vormacht – neben den rationalen Argumenten vor allem die emotionalen Aspekte des Fahrradfahrens betonen. Denn auch davon gibt es mehr als genug. Die Zielsetzung ist klar: Wir wollen noch mehr Menschen in München dazu bewegen, vor allem für Fahrten im Nahbereich das Auto stehen zu lassen und auf das Fahrrad umzusteigen.

Für längere Strecken bietet sich in vielen Fällen dann ja auch die Kombination mit den Verkehrsmitteln des ÖPNV an.

3.3. Radverkehrszählungen

Damit wir uns in Zukunft ein noch genaueres Bild über die Entwicklung des Radverkehrs in München machen und unsere weiteren Planungen darauf ausrichten können, wird das Referat für Stadtplanung und Bauordnung – ergänzend zu den bisher schon durchgeführten Radverkehrs-Zählungen und Erhebungen – im Lauf der nächsten Wochen drei sogenannte „Dauerzählstellen“ einrichten. Und zwar in der Dienerstraße, der Arnulfstraße und der Bad-Kreuther-Straße. Mit diesen Dauerzählstellen kann die Entwicklung des Radverkehrs-Aufkommens künftig kontinuierlich beo-bachtet werden. Die Vorteile: In Zukunft lassen sich – z.B. bei Vergleichen – Zufallseinflüsse, wie sie beispielsweise durch unterschiedliche Wetterlagen entstehen, ausschließen. Zudem lassen sich nach einem längeren Zeitraum – nämlich nach etwa drei Jahren – gesicherte Hochrechnungs-faktoren gewinnen, die auch für die weitere Auswertung der bisher schon durchgeführten Kurzzeit-zählungen benutzt werden können. Anlässlich der Inbetriebnahme der drei neuen Dauerzählstellen wird Sie das Planungsreferat noch ausführlicher informieren.

4. Kommunikation und Organisation

4.1. Lenkungskreis Radverkehr und Arbeitskreis Radverkehr

Natürlich sprechen wir mit allen wichtigen Akteuren auch über die Zukunft des Radverkehrs in München: Für die weitere strategische Ausrichtung der Radverkehrsförderung und für die effiziente Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen verfügen wir innerhalb der Stadtverwaltung heute über zwei ausgezeichnete Gremien: Zum einen über den auf Ebene der Fachreferate hochrangig besetz-ten „Lenkungskreis Radverkehr“, der vor allem strategische Entscheidungen trifft. Zum anderen über den auf Arbeitsebene referats- und dienststellen-übergreifend besetzten „Arbeitskreis Radverkehr“. In ihm werden Detailfragen zur Umsetzung ausgewählter Projekte abgestimmt.

4.2. Beirat Radverkehr

Als langjähriges Mitglied im Beirat Radverkehr, einem hochrangig besetzten Entscheidergremium, das unmittelbar beim Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung angesiedelt ist, kann ich die Erfahrungen und einzelne Vorhaben der Landeshauptstadt München im Bereich der Radverkehrsförderung auch auf Bundesebene einbringen. Umgekehrt können wir von den Informa-tionen und Erfahrungen anderer Kommunen und Verbände profitieren.

Sie sehen also, wir haben den Schwung, den uns die Velo-city 2007 für die Radverkehrsförderung in München verliehen hat, gut genutzt – und mit der geplanten Fahrrad-Marketing-Kampagne wollen wir in den nächsten Jahren sogar noch etwas zulegen. Zusammen mit dem zügigen Ausbau der Radverkehrs-Infrastruktur und den weiteren Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit ergibt sich also insgesamt ein attraktives Angebot, dem sich kaum noch widerstehen lässt.

Also München – auf die Radl!