Schluss mit der Atomlüge!


21. 02. 09 Sat 1 Bayern Journal

Bei der kommenden Bundestagswahl wird auch über die Weichenstellung für die künftige Energieversorgung in Deutschland entschieden. Das Ende der fossilen Energieträger wie Öl oder Kohle rückt näher. Gleichzeitig müssen energische Schritte für den Klimaschutz eingeleitet werden.

Da fordert die CDU/CSU, eilfertig unterstützt von der FDP, den Ausstieg aus dem Atom-Ausstieg. Aber treibt sie dabei wirklich die Sorge um Klima und langfristige Energieversorgung? Oder geht es nicht vielmehr um die Unterstützung der Atomlobby, die maximale Profite aus den alten, längst abgeschriebenen Meilern herausholen und gleichzeitig die Machtstrukturen auf dem Strommarkt für die Zukunft sichern will.

Atomkraft als die "Öko-Energie" zu bezeichnen, ist hanebüchen! Weltweit liefert die Atomenergie gerade mal 2,5% des gesamten Energiebedarfs. Und wollte man den Ausstoß an klimaschädlichen Gasen spürbar verringern, müssten rund um den Globus in den nächsten Jahrzehnten Tausende neuer Atommeiler hinzukommen.

Und wo soll bitte der hoch radioaktiven Müll hin? Allein 5.500 Tonnen befinden sich nur in deutschen Zwischenlagern und ob und wie der gefährliche Müll in Zukunft überhaupt endgelagert werden kann, weiss weltweit niemand!

Die immer wieder auftretenden Unfälle in Kernkraftwerken zeigen zudem, dass von einer beherrschbaren Technologie keine Rede sein kann.

Wären also die Milliarden an Forschungsgeldern, die in die Erforschung der Atomkraft gesteckt wurden, stattdessen in die Erforschung Erneuerbarer Energieträger geflossen, wären wir bei deren Entwicklung sicher schon einen großen Schritt weiter.

Die zukunftsfähige Lösung einer nachhaltigen Energieversorgung liegt deshalb in der Förderung erneuerbarer Energiequellen, dem Energiesparen und der effizienten Nutzung von Kohle und Öl.

Aber bitte schön nicht darin,die Atom-Energie mit ihren unabschätzbaren und nicht beherrschbaren Risiken wieder hervorzukramen.