Nachhaltige Entwicklung in München
Hep Monatzeder: „Nachhaltige Entwicklung ist nicht nur eine Sache von Musterprojekten, sondern ein Querschnittsthema, dass bei allen wichtigen Entscheidungen der Politik, Verwaltung und Stadtgesellschaft zum Tragen kommen muss. In München haben wir dafür einige wichtige Instrumente entwickelt.“
Die Diskussion über eine „nachhaltigen Entwicklung“, also einer Entwicklung, die die heutigen Ressourcen gerecht verteilt, aber auch künftigen Generationen ein friedliches und gesicheretes Leben ermöglicht, hat in München wichtige Denkanstöße gegeben.
Hep Monatzeder hat neben zahlreichen Projekten vor allem die strukturelle Verankerung der Aspekte einer zukunftsfähigen Entwicklung vorangetrieben. In der Stadtverwaltung wurde in den letzten Jahren unter seiner Federführung ein wesentliches Fundament errichtet, die „Ziele des Stadtrats zur nachhaltigen Entwicklung in München“. Diese Ziele dienen nicht nur als Richtschnur für politische Entscheidungen, sondern auch als Auftrag für die Arbeit der Stadtverwaltung und als Impulse für die zivile Stadtgesellschaft. In den neun Zielen geht es um folgende Aspekte:
- Global denken – lokal handeln
- Verantwortlicher Umgang mit natürlichen Ressourcen
- Lebensqualität in München durch sichere, immissionsarme und ansprechende Wohn- und Freizeitorte
- Wirtschaft zukunftsfähig gestalten
- Chancengleichheit für alle Münchner Bürgerinnen und Bürger
- Sicheres Leben in München
- Kinderfreundliche Stadt
- Kulturelle Entfaltungsmöglichkeiten für jeden Bürger und jede Bürgerin Münchens
- Aktive Zivilgesellschaft
Mit Hilfe des Neuen Steuerungsmodell wird gewährleistet, dass die Ziele nicht als Papiertiger in der Schublade verschwinden, sondern in das gesamtstädtische Zielesystem integriert werden. Dies bedeutet, dass sie eine Bindungswirkung für Stadtrat und Verwaltung haben und dass künftige Beschlüsse und Projekte den Zielen nicht widersprechen dürfen. Es bedeutet aber auch einen ganz konkreten Auftrag an die städtischen Referate, die Ziele für Ihre Aufgabenbereiche herunterzubrechen, Indikatoren und Maßnahmen im Sinne der Nachhaltigkeitsziele zu entwickeln und dem Stadtrat regelmäßig darüber zu berichten. Dieses Berichtswesen wird derzeit in der Stadtverwaltung erarbeitet.
Doch nachhaltige Entwicklung ist nur möglich, wenn möglichst viele Müncherinnen und Münchner im privaten und beruflichen Alltag die richtigen Entscheidungen treffen. Um sie dazu zu befähigen, um „Weltverbesserer“ im besten Sinn des Wortes an allen Entscheidungsebenen sitzen zu haben“ - so Hep Monatzeder - hat er nun eine weiteres Fundament im Bildungsbereich installiert. Mit dem Projekt „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung ( BenE)“ ist in München unter Monatzederś Koordination ein Kompetenzzentrum entstanden, dem von der Universität der Vereinten Nationen der offiziellen Titel „Regional Center of Expertise“ verliehen wurde. Dieses Kooperationsprojekt zwischen Stadtverwaltung, Wirtschaft, Bildungsträgern und Münchner NGO´s möchte die UN-Bildungsdekade für nachhaltige Entwicklung lokal umsetzen. Es geht darum, Bildungsangebote im Bereich der nachhaltigen Entwicklung zu entwickeln, zu stärken, besser zu vermarkten und bei den Bildungsträgern fest zu etablieren. Auch im Hinblick auf Pisa und auf die Diskussion um die Bildungsdefizite in Deutschland eine wichtige Sache!
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