Neue Wege in der Drogenpolitik: Hilfe statt Strafe!
Viel zu lange wurde in der Drogenpolitik auf Repression gesetzt: Vor allem in Bayern wurden und werden Süchtige verfolgt und in die Illegalität getrieben. Aus dem Teufelskreis von Abhängigkeit und Beschaffungskriminalität gab es kaum ein Entrinnen. Den Grünen ist es zu verdanken, dass München in der Drogenpolitik neue Wege geht: Hilfe statt Strafe! Durch niederschwellige Angebote wie Kontaktläden soll der Ausgrenzung von Drogenabhängigen entgegen gewirkt werden. Sie werden besser erreicht, eine soziale und psychologische Betreuung wird erleichtert.
Darüber hinaus beteiligt sich München - gegen den erbitterten Widerstand der CSU - an einem bundesweiten Modellversuch zur Verabreichung von Heroin an Schwerstabhängige. An der Studie nehmen insgesamt 1120 Patienten in sieben deutschen Städten teil. In München bekommen zur zeit 30 Schwerstabhängige in der städtischen Drogenberatung in der Pestalozzistraße Heroin, weitere dreißig den Ersatzstoff Methadon. Es hat sich gezeigt, dass sich der Zustand der Patienten erheblich verbessert, die Mortalität sinkt und die Beschaffungskriminalität zurückgeht.
Hep Monatzeder: "Statt blinder Ideologie ist in der Drogenpolitik endlich die Vernunft gefragt. Sucht ist eine schwere Krankheit, die auch wie eine Krankheit und nicht wie ein Verbrechen behandelt werden muss. In München werden wir herausfinden, wie man Drogenkranken größtmögliche Hilfe entgegenbringen kann."




