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München leuchtet: Solar

Bürgermeister Hep Monatzeder mit Umweltschutzreferent Joachim Lorenz

Hep Monatzeder: „Dank der Grünen wird in München seit mehr als 20 Jahren die Nutzung der Solarenergie vorangetrieben. Deshalb konnte ich im Jahr 2002 auch die Auszeichnung der Stadt München durch die Europäische Kommission für die vorbildliche Förderung Erneuerbarer Energien entgegen nehmen. Auch das von mir initiierte Münchner Bündnis für Ökologie (hier bitte mit Themen/Bündnis für Ökologie verlinken) hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil der Erneuerbaren Energien in München massiv zu erhöhen“.

Dank Grüner Initiativen...
"Die Stadt steht unter Sonnenstrom", titelte die Süddeutsche Zeitung bereits im vergangenen Jahr. In der Tat ist München in Sachen Solarenergie-Förderung so weit wie keine andere Großstadt in Deutschland. Dies ist ein Erfolg, den sich vor allem auch die Münchner Grünen auf ihr politisches Konto schreiben dürfen.
Dank Grüner Initiativen wurden in München diverse Förderprogramme aufgelegt. Die Stadt bezuschusste sowohl den Bau von Photovoltaikanlagen als auch die Nutzung von Solarwärme. Vor allem bei der Installation von Photovoltaikanlagen hat München die Nase ganz vorn. Insgesamt sind in München 910 Anlagen mit rund 14,6 Megawatt Peak installiert (Stand Mitte 2007). Auf städtischen Gebäuden befinden sich zur Zeit 23 "Sonnenkraftwerke" mit einer Leistung von 1,1 Megawatt.

ist München Weltspitze!
Auf der neuen Messe in Riem betreiben die Stadtwerke sogar die größte Photovoltaik-Dachanlage der Welt mit einer Leistung von 2,7 Megawatt.

Hep Monatzeder: „Das Engagement für Solarenergie ist in München schon seit langem nicht mehr auf ExpertInnen und rührige Initiativen beschränkt. Im Gegenteil. Eine regelrechte Solareuphorie scheint in unserer Stadt ausgebrochen zu sein, von der sich immer mehr BürgerInnen anstecken lassen.“

So ist auch durch Bürgerengagement in München die weltweit größte Solarstrom-Bürgerbeteiligungsanlage entstanden: mit mehr als 2.200 Quadratmeter reiner Modulfläche.
Dieser Solarpark ist Teil der Münchner Agenda 21 und wurde mitinitiiert und begleitet von Green City und dem Umweltinstitut München. Der Solarpark besteht aus drei Teilanlagen: eine Anlage wurde in Moosburg auf einer Halle der Firma Steinbock Boss Fördertechnik installiert, eine weitere auf dem Schuldach der städtischen Grundschule Haidhausen und die größte befindet sich auf dem Flachdach der Briefpost München in der Arnulfstraße.
Durch den Bürger-Solarpark werden in den nächsten zwanzig Jahren rund 5 Millionen Kilowattstunden Sonnenstrom erzeugt - und 4,7 Tonnen Kohlendioxid-Emmissionen eingespart. Längst sind die Münchner BürgerInnen Träger einer solaren Energiewende geworden.

Warm, wärmer, Solarthermie
Auch die Warmwasser-Produktion mittels Solarkollektoren macht große Fortschritte. Gegenwärtig beträgt die gesamte Kollektorfläche zur Erzeugung von Warmwasser und zur Heizungsunterstützung in München rund 38.100 Quadratmeter (Stand: Mitte 2007). In Sachen Solarenergienutzung nimmt München mit einer Kollektorfläche von 0,020 Quadratmeter pro EinwohnerIn einen Spitzenplatz unter den deutschen Großstädten ein. In einzelnen Stadtbezirksvierteln werden sogar Kollektorflächendichten bis über 0,3 Quadratmeter erreicht. Diese Werte sind sonst nur aus sehr solarengagierten Gemeinden und kleineren Städten bekannt. Auf stadteigenen Gebäuden sind bislang solarthermische Anlagen mit einer Kollektorfläche von rund 2.000 Quadratmeter errichtet worden. Das Ausbaupotenzial für solare Warmwassernutzung ist noch enorm: laut einer Untersuchung des Öko-Instituts Freiburg eignen sich 68  Prozent aller Ein- und Zweifamilienhäuser für eine solarthermische Nutzung.


Weitere Informationen:
www.muenchner-solartage.de
www.muenchen/buendnis-fuer-oekologie