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Bürgermeister für Chancengleichheit

Die Demokratiereife einer Gesellschaft zeigt sich besonders deutlich in ihrem Umgang mit Minderheiten und Menschen, die anders sind als der „Mainstream“ - allzu oft stoßen sie immer noch auf Vorurteile und Widerstände. Für mich als Bürgermeister gehören jedoch alle Menschen, die in München leben, gleichermaßen zu unserer Stadtgesellschaft. Wir alle profitieren von der Vielfalt der Lebensentwürfe in unserer schönen Stadt.

Deshalb sehe ich es als eine meiner vordringlichsten Aufgaben, allen in München lebenden Menschen die gleiche Wahrnehmung ihrer Rechte und Chancen zu ermöglichen. Deshalb habe ich mich in den vergangenen Jahren insbesondere stark gemacht für die Integration von Migrantinnen und Migranten, für die Gleichstellung von Schwulen und Lesben, aber auch für die Rechte der Prostituierten.

Um besser auf die besonderen und oft vernachlässigten Bedürfnisse der Münchnerinnen und Münchner muslimischen Glaubens – etwa bei Bildungsfragen, der Pflege von kranken und alten Menschen oder bei Beerdigungen – eingehen zu können, habe ich etwa den Runden Tisch Muslime als Forum wiederbelebt. Außerdem habe ich die Gründung des Muslimrat München e.V vorangetrieben, der sich als Brückenbauer zur Stadtgesellschaft, aber auch als Mittler innerhalb der vielschichtigen muslimischen Community versteht. Der Überwindung kultureller und religiöser Gräben widmet sich insbesondere auch das Projekt Münchner Forum für Islam (MfI) e.V. (vormals ZIE-M e.V.), dessen Realisierung ich seit Jahren mit Nachdruck unterstütze. Ebenso liegt mir die seit drei Jahren fahrende Çay- und Brezntram sehr am Herzen, die die alltägliche Erfolgsgeschichte der Einwanderung nach München würdigt. Dabei stehen Musik, Kultur und Lebensfreude im Mittelpunkt.

Mit großer Lebensfreude feiern auch die Schwulen und Lesben in München bereits seit langem den alljährlichen Christopher Street Day. Leider können die Menschen in Münchens Partnerstadt Kiew noch nicht die gleichen Freiheiten genießen wie hierzulande. Im letzten Jahr ist es jedoch gelungen, zum ersten Mal überhaupt eine Gay Pride-Parade in Kiew durchzuführen. Einen Anteil daran hatte sicherlich auch die 20-köpfige Delegation aus München, die ich bei der Parade selbst anführen durfte und die dem von Ultraorthodoxen und Rechtsextremen vor Ort erzeugten Klima der Angst mutig die Stirn bot.

Um den Belangen von weiblichen und männlichen Prostituierten in München Gehör zu verschaffen, habe ich 2013 zwei Mal den Interfraktionellen Arbeitskreis Prostitution einberufen. Dort diskutierten Stadtrat, Vertreterinnen und Vertreter städtischer Referate, der Polizei, von Beratungsstellen sowie aus dem Milieu mitunter lebhaft über aktuelle Entwicklungen und Anliegen. Wenngleich die Landeshauptstadt München als Kommune in diesem Bereich nur geringe Regelungsgewalt besitzt, zeigte sich erneut, dass der direkte Austausch untereinander zu Verbesserungen im Arbeitsalltag führen kann.



 

 

Aktuelles zum Thema Chancengleichheit

Samstag, den 13. Juli 2013

LGBT-Aktivistinnen und -Aktivisten aus Kiew zu Gast in München

Während des Christopher Street Days in München waren Vertreterinnen und Vertreter zivilgesellschaftlicher Organisationen aus Münchens Partnerstadt Kiew hier zu Gast. Sie setzen sich in der Ukraine für die Rechte Homosexueller ein. Bereits im Mai habe ich diese mutigen Menschen kennen lernen dürfen, als ich mit ihnen gemeinsam am Human Rights Pride March in Kiew teilgenommen habe - der Kundgebung für die Gleichstellung Homo- und Transsexueller.... »mehr


Samstag, den 29. Juni 2013

Veranstaltung „Gemeinsam für mehr Demokratie – Ein Blick auf die Ukraine und die Städtepartnerschaft mit Kiew“

Am Donnerstag, den 27. Juni, um 19.30 Uhr, informierten im Rathaus ukrainische Expertinnen und Experten über die aktuelle politische und soziale Situation in der Ukraine und in Münchens Partnerstadt Kiew und beleuchten die dortige Menschenrechtslage. Zu Gast sind Kateryna Mishchenko aus Kiew, Mitherausgeberin der Polit-Zeitschrift "Prostory", Cathrin Kalwaith aus Wien, Ukraine-Korrespondentin der Süddeutschen Zeitung und Juri Durkot... »mehr


Samstag, den 25. Mai 2013

Teilnahme am Kiev Pride, dem ersten CSD in der Ukraine

Diskriminierung und gewalttätige Übergriffe gegenüber Lesben, Schwulen, Bi- und Transsexuellen (LGBT) sind In Kiew leider an der Tagesordnung. Deshalb ist es mir ein wichtiges Anliegen, die LBGT-Bewegung in Kiew so weit wie möglich zu unterstützen. Das Ausmaß der Verfolgung zeigte sich 2012: Dem Nationalparlament der Ukraine wurde ein Gesetzesentwurf zur Abstimmung vorgelegt, der vorsieht, dass die Verbreitung von Information und Aufklärung über... »mehr